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Book VON KASTRATEN UND COUNTERTENÖREN

Book Castratos and Countertenors Farinelli

VON KASTRATEN UND COUNTERTENÖREN
Untertitel: Das Paradies der Stimmen

Eine Zeitreise durch die Welt der hohen Männerstimme

Durch Jahrtausende hat die hohe Männerstimme die Menschen in ihren Bann gezogen.Ob frühchristliche Choräle, oder hochklassischer Barockgesang, ob Popgesang oder heutiger „Countertenorgesang“ – die hohe Männerstimme war zu allen Zeiten des Musiklebens extraordinär, begehrt, verwirrend, bestechend, polarisierend und faszinierend. Ich möchte hier einen Bogen spannen zwischen „der Gesangskunst der Kastraten“, also der Hochblüte der männlichen Sopranstimmen, bis hin zur heutigen Interpretation, Darstellung und Wiedergabe alter Werke durch die Countertenorstimme und bis zum Gebrauch hoher Männerstimmen in der „Unterhaltungsmusik“, also im Pop und Rockgeschäft.

Beschreibungen dieser Sängerkastraten, Urteile von Zeitgenossen wie Casanova, Stendhal Voltaire, Dittersdorf, Carl Maria von Weber, oder auch Goethe, Wagner und Rousseau, Anekdoten über diese Sängerstars, kurze Lebensbeschreibungen und das Entstehen ihrer über drei Jahrhunderte andauernden Vormachtstellung in Oper und Kirchengesang werden hier beleuchtet. In einer komprimierten Zusammenfassung (dieses Thema ist unerschöpflich), verständlich in der Beschreibung, aktualisiert und belegt, durch alle mir erreichbaren Quellen, möchte ich mit dieser Anthologie das allgemeine Verständnis für hohe Männerstimmen fördern und alle diesbezüglichen Unklarheiten so weit es möglich ist, ausräumen. Ich werde oft gefragt: Warum nennen sie sich Sopranist? Oder sogar: Sind sie Kastrat? All diese Fragen werden geschichtlich erläutert und für die heutige Zeit aufgelöst.

Wie klangen diese Stimmen?

Auf der einen Seite mussten diese Stimmen wie Frauenstimmen geklungen haben, da das Publikum sie auf den Bühnen stimmlich nicht von Frauen ( die jungen Kastraten gaben sich und wirkten körperlich auf Bühnen wie Frauen) unterscheiden konnte. Es wurden Wetten auf Sopranist oder Sopranistin abgeschlossen. Auf der anderen Seite wurden diese Kastratenstimmen als einzigartig im Klang bezeichnet. Der silbrige, reine, klare, trompetenhafte, metallische, mächtige Klang der Stimmen wurde hervorgehoben. Die berühmtesten Kastraten waren sicherlich einzigartig und sehr individuell!

Doch: heute wird geschrieben, dass keine Countertenorstimme und keine Frauenstimme an diesen Klang herankommen kann. Kann das stimmen? Als die Spagnolettis (spanische Countertenöre) die Kirchen Italiens im 16. Jhdt bevölkerten und langsam von den (echten) Kastraten abgelöst wurden, wusste der Zuhörer damals nicht zu unterscheiden – singt jetzt ein Counter oder schon ein Kastrat. Waren diese Stimmen also wirklich so unterschiedlich vom Counter? Das glaube ich nicht ganz! Die Atemdauer und Kraft möglicherweise, doch das Timbre wage ich anzuzweifeln. Die Kastraten wurden sehr individuell ausgebildet, was den Stimmklang betrifft. So wie es heute eben, Gott sei Dank, nicht mehr den „einheitlichen“ Countertenorklang der Stimmen gibt.

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